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Energie

In diesem Lebensbereich finden sich Inhalte zu erneuerbaren Energiegewinnungs- und Speicherlösungen, sparsamen, langlebigen und reparierbaren Anlagen und Geräten, innovativen Produkten und Techniken und Einsparpotentialen. Weiters gibt es Infos zu aktuellen Technologie- und Material-Entwicklungen sowie gesetzlichen Grundlagen und zielführenden Initiativen.

Gerade im Bereich der Energieversorgung ist es garnicht leicht, WIRKLICH naturnahe Lösungen zu finden. Neben den alten Energiequellen mit ihren fossilen Treibstoffen, haben erneuerbare Energiequellen zwar das Treibstoffproblem nicht mehr, doch auch ein großer Teil ihrer Bestandteile und Installationsmaterialien bestehen aus erdölbasierten Kunststoffen, die Mikroplastik emittieren, nicht biologisch abbaubar sind als auch bei Produktion, Transport und Entsorgung Menschen und Lebensräume belasten. Seltene Erden und Rohstoffe für Erneuerbare Energietechnologie werden derzeit oft unter menschen-unwürdigen Bedingungen und Umweltbelastung abgebaut. Und selbst ein Holzofen kann bei schlechter Verbrennung und unzureichender Abgasfilterung die Menschen der Umgebung mit Stickoxiden und Feinstaub ernsthaft belasten.

Sinnvolle Grundsätze zu einer trotzdem möglichst naturnahen und gleichzeitig sicheren Energiebereitstellung sind:

  • voll auf erneuerbare, emissionsarme Energiegewinnung setzen, das sind primär Wasserkraft, Windkraft, Photovoltaik, Erd- und Umgebungswärme, Biomasse und Biogas
  • So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Mehr Flexibilität im Bedarf durch mehr Anpassung des Verbrauchs an die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie, mehr langlebige und reparierbare Technik in sinnvollem Ausmaß, mehr Vermeidung von Standby- und Leerlaufverbräuchen, mehr bedarfsangepasste sparsame Planung von Anlagen – gegebenenfalls modular erweiterbar, mehr dezentrale Energiegewinnung und -Speicherung am Ort des Bedarfs. Diese „mehrs“ führen zu weniger überflüssigen Geräten und Verbräuchen, weniger Überdimesionierung und Reserven, weniger Technik-Müll, weniger Energietransportleitungen, weniger Netz-Infrastruktur, Netz-Kosten, weniger fossilen Kraftwerken, weniger Kuntstoff-Materialverbrauch, weniger nicht abbaubarer Abfall und Mikroplastik, weniger Produktionsaufwand, weniger Emissionen und somit insgesamt weniger Umweltbelastung.
  • Gesellschaftlich gesehen sollten wir uns auf die Nutzung und Weiterentwicklung von innovativen, erneuerbaren Energiegewinnungsanlagen und Speichertechnologien fokusieren. Sowohl um die Grundlagen für ein langfristig sinnvolles und zukunftsfähiges Gesamt-Energiekonzept zu schaffen, lokale Fachkräfte, Produktionen und zukunftsfähige Arbeitsplätze in einem sinnvollen Feld zu sichern, als auch um Emissionen und geopolitische Abhängigkeit, die mit fossilen Energieträgern einhergehen, mittelfristig einzustellen.
  • Dezentrale Energieversorgung ist die Grundlage einer zukunftsfähigen, krisensicheren Energieversorgung. Es ist zielführend Energie möglichst dort wo sie verwendet wird zu gewinnen, zu speichern, und viele kleine unabhängige Energieanlagen und -Netze aufzubauen. Kleine Netze die ihre Erzeuger und Verbraucher, bei Bedarf, eine Zeit lang abgekoppelt vom Groß-Netz tragen können. Oft ist es sinnvoller diese Kleinräumigeren Netze auf gemeinschaftlicher Ebene, zB für einen kleinen Ort, als für ein einzelnes Wohnhaus aufzubauen. Die BewohnerInnen einer Wohnsiedlung in der Nähe einer größeren landwirtschaftlich genutzten Halle könnten zB davon profitieren, zusammen eine große Photovoltaikanlage zum Industrieanlagen-Preis darauf zu errichten, statt dass jede/r eine Kleinanlage auf dem eigenen Dach oder Balkon errichtet. Dadurch werden große Überland-Leitungen inkl. Leitungsverlusten sowie die Blackoutgefahr im Krisenfall reduziert, und lokale Kooperationen gefördert.

Wenn man sich den Gesamtenergieverbrauch ansieht und fragt: „Wie sollen wir denn das alles zeitnah mit erneuerbarer Energie ersetzen“, könnte sich auch fragen: „Wie viel davon müssen wir überhaupt ersetzen?“. Dies ist bedingt durch drei wesentliche Punkte:

1.: Nur 30-40% des Energiegehalts fossiler Energieträger wie Heizöl, Kohle, Erdgas oder Diesel, können in Kraftwerks-Strom oder Auto-Kurbelwellenrotation umgewandelt werden. Die Restenergie des fossilen Brennstoffs kann teilweise als Wärme genutzt werden, sofern man diese benötigt. Die Energiemengen die für Stromerzeugung und Verkehr derzeit aus fossilen Energieträgern benötigt werden, müssen also von Wasser-, Wind-, und Sonnenkraft nur zu einem Teil ersetzt werden.

2.: Wärmepumpen nutzen 3-6 Teile Umgebungs- oder Erdwärme für 1 Teil Stromverbrauch. Ob es nun 3 oder 6 sind wird durch Wärmepumpen-Modell, verbaute Heizkörper und Temperaturbedingungen entschieden. Wenn man also für eine Ölheizung zB 100 Liter Heizöl verbraucht, das entspricht grob gerechnet 1.000 kWh Wärmeenergie, kann man mit einer Wärmepumpe zum Beispiel mit 200 kWh Strom auskommen. Bei Umrüstung auf Wärmepumpe sollte man umfassend planen um effizient heizen zu können! Übrigens arbeiten auch Klimageräte wie Wärmepumpen, sie übergeben nur gegenüber der Wärmepumpe die Wärme nicht in einer Inneneinheit vom sogenannten Kältemittel an einen Heizwasserkreislauf, sondern schicken das Kältemittel direkt bis zu den Inneneinheiten, also den Kühl- bzw. Heizgeräten (heutige Klimageräte verfügen idR immer über Kühl- UND Heizfunktion).

3.: In Verbräuche, welche wir garnicht in diesem Ausmaß benötigen, fließt ein wesentlicher Teil unserer gesamtgesellschaftlich genutzten Energie . Hier einige Beispiele:

  • Produkte die Produzenten, Handel und Verbraucher ungenutzt entsorgen, bedingt durch das Überangebot in allen bereichen (Kleidung, Lebensmittel, Technik, …),
  • massive Logistikketten wie Obst aus Neuseeland und 30.000 Temu-Paket-Lieferungen pro Tag in Österreich,
  • Dinge welche „die Wirtschaft am laufen halten“, etwa Schneekanonen, Werbepost-Lawinen,
  • Räume die wir beheizen und kühlen obwohl wir sie nicht benutzen,
  • Autos die ineffizient, übergroß, und übermotorisiert sind,
  • Berufs-Pendeln über große Distanzen mit Auto und Flugzeug,
  • Taghelle Außenbeleuchtungen, Außenbereichs-Heizungen in der Gastro, unter Garageneinfahrten oder Fußballplätzen,
  • Standby- und Leerlaufverbräuche von Maschinen, Servern, Geräten, Beleuchtungen, Lüftungsanlagen, Kälteanlagen, etc.

Wenn man sich den Gesamtenergieverbrauch ansieht und fragt: „Wie sollen wir denn das alles zeitnah mit erneuerbarer Energie ersetzen“, könnte sich auch fragen: „Wie viel davon müssen wir überhaupt ersetzen?“. Dies ist bedingt durch drei wesentliche Punkte:

1.: Nur 30-40% des Energiegehalts fossiler Energieträger wie Heizöl, Kohle, Erdgas oder Diesel, können in Kraftwerks-Strom oder Auto-Kurbelwellenrotation umgewandelt werden. Die Restenergie des fossilen Brennstoffs kann teilweise als Wärme genutzt werden, sofern man diese benötigt. Die Energiemengen die für Stromerzeugung und Verkehr derzeit aus fossilen Energieträgern benötigt werden, müssen also von Wasser-, Wind-, und Sonnenkraft nur zu einem Teil ersetzt werden.

2.: Wärmepumpen nutzen 3-6 Teile Umgebungs- oder Erdwärme für 1 Teil Stromverbrauch. Ob es nun 3 oder 6 sind wird durch Wärmepumpen-Modell, verbaute Heizkörper und Temperaturbedingungen entschieden. Wenn man also für eine Ölheizung zB 100 Liter Heizöl verbraucht, das entspricht grob gerechnet 1.000 kWh Wärmeenergie, kann man mit einer Wärmepumpe zum Beispiel mit 200 kWh Strom auskommen. Bei Umrüstung auf Wärmepumpe sollte man umfassend planen um effizient heizen zu können! Übrigens arbeiten auch Klimageräte wie Wärmepumpen, sie übergeben nur gegenüber der Wärmepumpe die Wärme nicht in einer Inneneinheit vom sogenannten Kältemittel an einen Heizwasserkreislauf, sondern schicken das Kältemittel direkt bis zu den Inneneinheiten, also den Kühl- bzw. Heizgeräten (heutige Klimageräte verfügen idR immer über Kühl- UND Heizfunktion).

3.: In Verbräuche, welche wir garnicht in diesem Ausmaß benötigen, fließt ein wesentlicher Teil unserer gesamtgesellschaftlich genutzten Energie . Hier einige Beispiele:

  • Produkte die Produzenten, Handel und Verbraucher ungenutzt entsorgen, bedingt durch das Überangebot in allen bereichen (Kleidung, Lebensmittel, Technik, …),
  • massive Logistikketten wie Obst aus Neuseeland und 30.000 Temu-Paket-Lieferungen pro Tag in Österreich,
  • Dinge welche „die Wirtschaft am laufen halten“, etwa Schneekanonen, Werbepost-Lawinen,
  • Räume die wir beheizen und kühlen obwohl wir sie nicht benutzen,
  • Autos die ineffizient, übergroß, und übermotorisiert sind,
  • Berufs-Pendeln über große Distanzen mit Auto und Flugzeug,
  • Taghelle Außenbeleuchtungen, Außenbereichs-Heizungen in der Gastro, unter Garageneinfahrten oder Fußballplätzen,
  • Standby- und Leerlaufverbräuche von Maschinen, Servern, Geräten, Beleuchtungen, Lüftungsanlagen, Kälteanlagen, etc.

Die Höhe von Erzeugungs- und Verbrauchs-Leistung in einem Stromnetz muss immer in etwa ausgeglichen sein, damit Netz-Spannung (230 V) und Netz-Frequenz (50 Hz) sich nicht zu stark verändern, das könnte dann nämlich Verbrauchs-Geräte beschädigen. Gerät das Netz einmal aus der Balance, zum Beispiel bei sehr viel Sonne und Wind an einem verbrauchsschwachen Sonntag, werden Kraftwerke oder Industriemaschinen auf Kommando der Netzbetreiber zu- oder weggeschaltet, bis die Balance wieder erreicht ist.

Durch steigende Verbreitung von Hausspeichern und E-Autos bieten diese immer mehr Potential als kurzfristige Speicher und Einspeiser aktiv am Netz-Regel-Geschehen Teilzunehmen und je nach Bedarf dem Netz etwas Strom abzunehmen oder zuzuführen. Es gibt bereits dynamische Stromtarife, die Hausspeicherbesitzern diese Teilnahme durch Bereitstellung ihrer Speicherkapazität interessant machen. Bei den Autos, dem sogenannten „Vehicle to Grid“ oder „V2G“ haben wir noch mehr Aufholbedarf, hier hinkt die gesetzliche Zulassung und dadurch auch die Produktangebote seit Jahren hinterher.

Die Höhe von Erzeugungs- und Verbrauchs-Leistung in einem Stromnetz muss immer in etwa ausgeglichen sein, damit Netz-Spannung (230 V) und Netz-Frequenz (50 Hz) sich nicht zu stark verändern, das könnte dann nämlich Verbrauchs-Geräte beschädigen. Gerät das Netz einmal aus der Balance, zum Beispiel bei sehr viel Sonne und Wind an einem verbrauchsschwachen Sonntag, werden Kraftwerke oder Industriemaschinen auf Kommando der Netzbetreiber zu- oder weggeschaltet, bis die Balance wieder erreicht ist.

Durch steigende Verbreitung von Hausspeichern und E-Autos bieten diese immer mehr Potential als kurzfristige Speicher und Einspeiser aktiv am Netz-Regel-Geschehen Teilzunehmen und je nach Bedarf dem Netz etwas Strom abzunehmen oder zuzuführen. Es gibt bereits dynamische Stromtarife, die Hausspeicherbesitzern diese Teilnahme durch Bereitstellung ihrer Speicherkapazität interessant machen. Bei den Autos, dem sogenannten „Vehicle to Grid“ oder „V2G“ haben wir noch mehr Aufholbedarf, hier hinkt die gesetzliche Zulassung und dadurch auch die Produktangebote seit Jahren hinterher.

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